Führungskraft werden als Frau: Wie du die nächste Führungsposition erreichst, ohne dich zu verbiegen

Du möchtest den nächsten Karriereschritt machen. Mehr Verantwortung übernehmen. Ein größeres Team führen. Vielleicht Bereichsleiterin, Geschäftsführerin oder Vorständin werden.

Und trotzdem ist da diese Stimme: Bin ich wirklich schon bereit dafür?

Vielleicht fehlt dir noch eine Erfahrung. Vielleicht erfüllst du nicht jeden Punkt der Stellenausschreibung. Vielleicht fragst du dich, ob du wirklich „der Typ“ für diese Position bist.

Oder du stellst dir eine ganz andere Frage: Will ich überhaupt so führen, wie Führung in meinem Unternehmen bisher gelebt wird?

Das sind alles legitime Fragen, sie bringen dich aber nicht weiter, sondern halten dich zurück.

Was ist Female Leadership?

Kurz gesagt: Als Frau wirst du Führungskraft, indem du natürlich erstmal einen guten Job machst. Klar. Es geht aber auch darum, deine Karriereabsicht klar auszusprechen, gezielt Führungserfahrung aufzubauen, deine Erfolge sichtbar zu machen, dir Sponsor:innen (nicht nur Mentor:innen) zu suchen und ein Unternehmen zu wählen, dessen Kultur weibliche Führung wirklich trägt.
Entscheidend ist nicht, dich an ein bestehendes Führungsbild anzupassen, sondern deinen eigenen, authentischen und wirksamen Führungsstil zu entwickeln.
Maren Wölfl

Expertin für Female Leadership

Führungskraft werden als Frau sollte nicht bedeuten, sich an ein bestehendes Bild von Führung anzupassen.

Nicht lauter zu werden. Nicht härter zu werden. Nicht permanent verfügbar zu sein. Und schon gar nicht, eine Rolle zu spielen, die nicht zu dir passt. Schau dir dazu auch den Blogartikel zu „Die einzige Frau im Team“ an mit wichtigen Insights von tollen Frauen. 

In meinem neuen Buch „Ein FEMALE WAKE-UP CALL – Wie Frauen souverän, authentisch und wirksam in Führung gehen“ beschäftige ich mich genau mit dieser Frage: Wie können Frauen ihren Weg in Führung gehen und dabei bei sich bleiben?

Denn ich bin überzeugt: Wir brauchen nicht mehr Frauen, die lernen, sich perfekt an bestehende Führungssysteme anzupassen. Wir brauchen mehr Frauen, die den Mut haben, Führung mitzugestalten.

Mehr über FEMALE WAKE-UP CALL und mein neues Buch

MAREN WÖLFL in der Presse

Führungskraft werden als Frau: Warte nichr darauf, entdeckt zu werden

Eine der wichtigsten Erfahrungen aus meiner Arbeit mit Frauen in Führungspositionen ist: Gute Leistung allein reicht leider nicht immer.

Das klingt ungerecht und teilweise ist es das auch. Aber Karriere entsteht nicht ausschließlich dadurch, dass wir unsere Arbeit hervorragend erledigen. Menschen müssen auch wissen, was wir können und wohin wir wollen.

Das bedeutet nicht, dass du plötzlich zur Selbstdarstellerin werden musst. Es bedeutet, Verantwortung für deinen nächsten Schritt zu übernehmen.

Wer in deinem Unternehmen weiß eigentlich, dass du führen möchtest?

Weiß es deine Führungskraft? Weiß es HR? Wissen es Menschen auf der Ebene darüber? Hast du jemals konkret gesagt:

„Ich möchte in den nächsten zwei Jahren eine Führungsposition übernehmen. Was brauche ich dafür?“

Oder hoffst du insgeheim darauf, dass irgendwann jemand deine Leistung sieht und sagt: „Wir haben da eine Position. Wir haben sofort an dich gedacht.“ Das würde der Entdeckung einer Prinzessin ähneln, die uns in den Märchen immer vorgegaugelt wird.

Das kann passieren, ich würde meinen beruflichen Erfolg bzw. meine Karriere aber nicht darauf aufbauen.

In meinem ersten Buch und in meinen Programmen habe ich deshalb immer wieder ein Bild verwendet, das mich bis heute begleitet: Setz dich selbst ans Steuer deines Lebens. Nicht auf den Beifahrersitz. Deine Karriere gehört dir.

Die nächste Führungsposition beginnt nicht mit Perfektion

Vielleicht kennst du diesen Gedanken: „Wenn ich noch dieses Projekt gemacht habe …“, „Wenn ich noch mehr Führungserfahrung habe …“, „Wenn ich noch diese Weiterbildung abgeschlossen habe …“ Dann bin ich bereit.

Weiterentwicklung ist wichtig. Auch ich lerne bis heute ständig dazu. Problematisch wird es, wenn Entwicklung zur permanenten Voraussetzung dafür wird, überhaupt loszugehen. Denn irgendwann müssen wir uns fragen: Wann ist eigentlich genug?

In meinem neuen Buch spielt deshalb auch das Thema Selbstzweifel eine wichtige Rolle. Selbstzweifel verschwinden nicht automatisch mit der Erfahrung, dem. Erfolg oder der nächsten Hierarchiestufe. Manchmal zweifeln gerade Menschen, die sehr reflektiert sind.

Das ist zunächst nichts Schlechtes. Gute Führung braucht Selbstreflexion. Aber es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen:

„Habe ich alle Perspektiven berücksichtigt?“  vs.  „Bin ich überhaupt gut genug?“

Das eine kann dich zu einer besseren Führungskraft machen. Das andere kann dich davon abhalten, überhaupt Führungskraft zu werden.

Vielleicht müssen wir deshalb nicht darauf warten, dass alle Zweifel verschwinden. Vielleicht müssen wir lernen, den nächsten Schritt trotz unserer Zweifel zu gehen.

female leadership lesung Thalia

Sag dass den Job willst: das Karrieregespräch als Führungskraft in spe 

Das klingt banal. Ist es aber nicht. Wenn du die nächste Führungsposition möchtest, sprich darüber. Nicht irgendwann. Jetzt.

Führe ein Karrieregespräch mit deiner Führungskraft oder HR und werde konkret:

  • Welche Position interessiert dich?
  • Welche Kompetenzen bringst du bereits mit?
  • Welche Erfahrungen fehlen tatsächlich – und welche stehen nur auf einem idealtypischen Kompetenzprofil?
  • Welche Projekte könnten dich für den nächsten Schritt sichtbar machen?
  • Wer entscheidet über zukünftige Besetzungen – und was müsste passieren, damit dein Name fällt?

Ich halte diese Gespräche für wesentlich wirkungsvoller als ein diffuses „Ich würde mich gerne weiterentwickeln.“

Karriere und beruflicher Erfolg braucht Richtung. Je klarer du selbst weißt, wohin du möchtest, desto leichter können andere dich dabei unterstützen.

Als weibliche Führungskraft sichtbar werden – ohne dich zu verbiegen oder zu vermarkten

Viele Frauen sagen mir: „Ich möchte mich nicht ständig verkaufen.“ Verstehe ich. Musst du auch nicht. Aber zwischen penetranter Selbstdarstellung und Unsichtbarkeit liegt ein ziemlich großer Raum.

Du kannst nach einem erfolgreichen Projekt nicht nur sagen: „Wir waren ein tolles Team.“ Sondern: „Wir waren ein tolles Team, und ich bin besonders stolz darauf, dass es mir gelungen ist, X zu erreichen.“

Beides kann gleichzeitig wahr sein. Du kannst andere wertschätzen und deine eigene Leistung sichtbar machen. Du kannst kooperativ sein und Ambitionen haben. Du kannst bescheiden sein und wissen, was du kannst.

Das sind keine Gegensätze. Und vielleicht sollten gerade Frauen lernen, diese vermeintlichen Gegensätze weniger häufig gegeneinander auszuspielen. Genau hier beginnt für mich klare, weibliche Führung.

vier frauen sitzen am tisch und reden über selbstzweifel loswerden

Sponsorship statt nur Mentoring: Wer spricht über dich, wenn du nicht im Raum bist?

    Mentoring ist wertvoll. Eine Mentorin oder ein Mentor kann dir Erfahrungen weitergeben, dich beraten, dir Feedback geben und dir helfen, Situationen anders zu betrachten. Aber für den nächsten Karriereschritt brauchst du möglicherweise noch etwas anderes: Sponsorship.

    Mentoring vs. Sponsorship:

    Eine Mentorin gibt dir Rat. Eine Sponsorin setzt sich für dich ein, sie nennt deinen Namen, wenn du nicht im Raum bist, empfiehlt dich für strategisch wichtige Projekte und öffnet Türen.

    Für den Sprung in die erste echte Führungsposition ist Sponsorship oft der entscheidende Hebel.

    Maren Wölfl

    Expertin für Female Leadership

    Eine Sponsorin sagt: „Ich traue ihr diese Position zu.“

    Und genau diese Unterstützung ist für Karrierewege enorm relevant. Der aktuelle Women in the Workplace 2025-Report von McKinsey und LeanIn.Org beschreibt weiterhin Unterschiede in der Karriereunterstützung von Frauen und Männern. Besonders interessant: Wenn Frauen und Männer ein vergleichbares Maß an Unterstützung erhalten, verschwindet in den Daten die beobachtete Geschlechterlücke beim Wunsch nach Beförderung.

    Das ist ein wichtiger Befund. Denn er verändert die Frage. Nicht: „Warum sind Frauen weniger ambitioniert?“ Sondern: „Bekommen Frauen dieselben Signale, Möglichkeiten und dieselbe Unterstützung, um ambitioniert zu sein?“

    Und für dich persönlich bedeutet das: Schau dich um. Wer spricht über dich, wenn du nicht im Raum bist?

    Interesse an den Top 5 Maßnahmen für Unternehmen für mehr Frauen in Führung: Hier mehr dazu!

    1. Bewusstsein und Fokus
    2. Prozesse und Strukturen
    3. Professionelles Karenzmanagement für Mütter UND Väter
    4. Flexibilität und Teilzeit
    5. Female Empowerment

    HIER der Link zum Artikel!

    PS. Auch in der Sheconomy ist dazu ein Blog erschienen.

    Übernimm Aufgaben, die dich für die nächste Führungsposition qualifizieren

     

    Nicht jedes Projekt bringt dich deiner nächsten Führungsposition gleich nahe. Es gibt Aufgaben, die viel Arbeit verursachen, aber wenig Sichtbarkeit und strategische Relevanz haben. Und es gibt Aufgaben, bei denen du zeigen kannst:

    Ich kann Entscheidungen treffen. Ich kann Veränderung führen. Ich kann Budgets verantworten. Ich kann mit schwierigen Stakeholdern umgehen. Ich kann ein Team durch Unsicherheit führen. Ich kann Geschäft entwickeln. Ich kann Ergebnisse liefern.

    Wenn du den nächsten Schritt möchtest, frage deshalb nicht nur „Wo kann ich helfen?“, sondern auch: „Welche Erfahrung brauche ich für die Position, die ich in zwei oder drei Jahren haben möchte?“

    Und dann suche gezielt nach Möglichkeiten, diese Erfahrung zu sammeln. Das ist nicht egoistisch. Das ist strategische Karriereplanung.

    Suche nicht nur die richtige Position – suche das richtige Unternehmen

     

    Dieser Punkt wird in vielen Karriere-Ratgebern unterschätzt. Wir konzentrieren uns darauf, wie Frauen einen Job bekommen: Lebenslauf optimieren, Interview vorbereiten, netzwerken, selbstbewusst auftreten.

    Aber vielleicht sollten Frauen noch eine andere Frage stellen: Ist dieses Unternehmen überhaupt gut genug für mich?

    Gerade wenn du ambitioniert bist und langfristig führen möchtest, solltest du nicht nur auf Position, Gehalt und Titel schauen. Schau auf die Kultur:

    • Wie viele Frauen gibt es auf der Ebene, auf die du möchtest – nicht nur im Unternehmen insgesamt?
    • Wie viele Frauen sitzen in der Geschäftsführung oder berichten direkt an den Vorstand? Wie lange bleiben sie?
    • Wer wird befördert, und wie transparent sind Karriereentscheidungen?
    • Gibt es Frauen mit Kindern in hohen Führungspositionen? Gibt es Führung in Teilzeit? Nehmen Männer Elternzeit?
    • Werden unterschiedliche Führungsstile tatsächlich akzeptiert – oder steht auf der Website „Diversity“, während intern immer derselbe Typ Mensch Karriere macht?

    Auf FEMALE WAKE-UP CALL schreibe ich seit Jahren darüber, dass Prozesse und Strukturen einen erheblichen Einfluss auf die Karrierechancen von Frauen haben können – etwa transparente Bewerbungs- und Beförderungsprozesse, Elternzeit/Karenz-Management, flexible Modelle und die bewusste Auseinandersetzung mit unbewussten Rollenbildern. (Mehr Frauen in Führungspositionen fördern)

    Nicht nur das Unternehmen wählt dich aus. Du wählst auch das Unternehmen aus.

    Führungskraft werden als Frau – aber zu deinen Bedingungen

    Für viele Frauen kommt irgendwann noch eine weitere Frage hinzu: Und was ist mit Familie? Ich kenne diese Frage sehr gut.

    Kind und Karriere schließen sich nicht aus – aber Vereinbarkeit braucht passende Rahmenbedingungen: flexible Arbeits- und Führungsmodelle, partnerschaftlich organisierte Care-Arbeit und eine Kultur, die Leistung nicht mit permanenter Anwesenheit verwechselt. (Kind und Karriere – so geht’s)

    Female Leadership heißt für mich deshalb nicht, sich in ein bestehendes System zu pressen. Es heißt, Führung so zu gestalten, dass sie zu deinem Leben passt.

    Unsere Arbeitswelt braucht Frauen, die zeigen, wie Führung auch sein kann.

    Und vielleicht wartet die nächste Führungsposition gar nicht darauf, dass du endlich perfekt bist. Vielleicht wartet sie darauf, dass du sagst: Ich bin bereit, den nächsten Schritt zu machen.

    Mehr erfahren:  Female Leadership Angebote   ·   Mehr über Maren Wölfl   ·   Das Buch

    Häufige Fragen: Führungskraft werden als Frau

    Wie werde ich als Frau Führungskraft?

    Wer als Frau Führungskraft werden möchte, sollte die eigene Karriereabsicht klar formulieren, relevante Führungserfahrung aufbauen, Leistungen sichtbar machen, strategische Netzwerke und Sponsorship entwickeln und aktiv mit Entscheidungsträger:innen über den nächsten Karriereschritt sprechen. Ebenso wichtig ist die Auswahl eines Unternehmens, dessen Kultur Frauen langfristig Führungs- und Entwicklungsmöglichkeiten bietet.

    Muss ich alle Anforderungen erfüllen, bevor ich mich auf eine Führungsposition bewerbe?

    Nein. Ein Anforderungsprofil beschreibt häufig ein Idealprofil. Entscheidend ist, ob du die wesentlichen Kompetenzen und das Potenzial für die Position mitbringst. Eine neue Führungsposition beinhaltet fast immer Aufgaben, in die du erst hineinwächst.

    Die Zukunft der Arbeit entsteht nicht dort, wo wir Frauen verändern. Sie entsteht dort, wo wir den Mut haben, Führung menschlicher zu machen.

    Maren Wölfl

    Wie mache ich mich als weibliche Führungskraft sichtbar?

    Sichtbarkeit bedeutet nicht Selbstdarstellung. Kommuniziere Ergebnisse und Erfolge, übernimm strategisch relevante Projekte, äußere deine Karriereambitionen und baue Beziehungen zu Menschen auf, die deine Arbeit und dein Potenzial kennen. Besonders wertvoll sind Sponsor:innen, die dich aktiv für neue Aufgaben und Positionen empfehlen.

    Woran erkenne ich ein frauenfreundliches Unternehmen?

    Schau nicht nur auf Diversity-Versprechen. Prüfe, wie viele Frauen tatsächlich auf höheren Führungsebenen arbeiten, wer befördert wird, ob es flexible Führungsmodelle gibt, wie Karenz/Elternzeit und Teilzeit bewertet werden und ob Frauen Zugang zu strategischen Projekten und Nachfolgeplanung haben. Entscheidend ist nicht das Leitbild, sondern die gelebte Führungskultur.

    Kann ich Führungskraft sein und trotzdem Familie haben?

    Ja natürlich. warum auch nicht.  Allerdings braucht Vereinbarkeit passende Rahmenbedingungen und das Aufteilen der Verantwortung. ,  Flexible Arbeits- und Führungsmodelle, partnerschaftlich organisierte Care-Arbeit und eine Kultur, die Leistung nicht mit permanenter Anwesenheit verwechselt, sind entscheidend dafür, dass Kind und Karriere langfristig vereinbar sind. Und überlege dir, wie es für dich am besten passst. Lies gerne auch hier mal rein. 

    Maren ist Female Leadership Expertin, Keynote-Speakerin und Gründerin des FEMALE WAKE-UP CALLs. Seit über fünfzehn Jahren begleitet sie Frauen und Unternehmen dabei, Führung neu zu denken – souverän, authentisch und wirksam. Sie ist Autorin des Buchs „Ein FEMALE WAKE-UP CALL – Wie Frauen souverän, authentisch und wirksam in Führung gehen“ und Kind und Karriere – es geht beides!  

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    Hi! Ich bin Maren und ich freue mich, dich hier mit den Videos inspirieren zu können. 

    Die Videos sind in vier Kategorien eingeteilt und du kannst gerne durchscrollen oder dir eine Kategorie aussuchen. Es ist sicher auch für dich etwas dabei.

    Ich arbeite seit vielen, vielen Jahren für und mit Frauen in Führungspositionen und habe selbst drei Kinder im Alter von 14, 13 und 10 Jahren.

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